Französisch als erste Fremdsprache

In der Grundschule habe ich mich für Französisch als erste Fremdsprache entschieden.  Dieser Entscheidung folgte die Wahl der Oberschule. Nur wenige Gymnasien bieten die Möglichkeit, Französisch als erste Fremdsprache weiterführend zu erlernen.

Ich habe mich für die Droste-Hülshoff- Oberschule entschieden, da diese neben der Fremdsprachenwahl Französisch auch eine Französisch Betonung anbietet. Ich hatte somit 5 Stunden Französischunterricht in der Woche, was mir für meinen Lernfortschritt positiv auffiel, da der Stoff intensiver bearbeitet werden konnte.

In der 9. Klasse gab es dann die Möglichkeit, Erdkunde auf Französisch zu belegen, weiterführend in der 10. Klasse Geschichte auf Französisch. Die Fächer in einer anderen Sprache zu wählen hatte für mich im normalen Französischunterricht nur Vorteile, ich lernte viele zusätzliche Vokabeln. Alle Un­klarheiten und Missverständnisse hinsichtlich der Sprache und Vokabeln konnten auf Deutsch erklärt werden. Trotzdem schafften wir, in der kleinen Gruppe von 8 Schülern, die diese Option gewählt hat­ten, den ganzen Unterricht auf Französisch zu verstehen und auch selbst auf Französisch zu antworten.

In der 9. Klasse wurde von unserer Klassenlehrerin ein Austausch nach Strasbourg organisiert. Eine Wo­che lang galt es sich in einer fremden französischsprachigen Familie zurecht zu finden und das Leben der Franzosen kennen zu lernen. Während unsere „correspondants“ tagsüber in der französischen Schule, dem „Lycée", waren, machte unsere Klasse Ausflüge in Museen, Burgen und erkundete die Stadt. Abends wurden dann unter den Schülern Treffen organisiert und ich lernte das französische Nachtleben kennen.

Auf Grund der sehr positiven Erfahrungen während des Austausches und der vielen Freunde, die ich in Frank­reich gefunden hatte, habe ich mich in der 12. Klasse für Französisch als ersten Leistungskurs entschieden. Auch Mitschüler, die Englisch als erste Fremdsprache erlernt hatten, fanden sich im Leistungskurs Französisch wieder. So waren wir eine Gruppe mit unterschiedlichen Sprachniveaus, was aber keinesfalls hinderlich war, sondern für den Zusammenhalt innerhalb des Kurses sorgte. Wir unterhielten uns ausschließlich auf Französisch, behandel­ten aktuelle Themen in der Politik, aber auch klassische Literatur wie „le petit prince“ wurde als Stoff behandelt.

In der 12. Klasse organisierte ich unsere Kursfahrt nach Nizza. Eine Woche wohnten wir zu acht in ei­ner Wohnung nahe der Innenstadt und besichtigten Saint-Paul de Vence, Menton und Gras­se. Jeder Kursteilnehmer hielt ein Referat, etwa über die besichtigte Stadt oder über Künstler der Regi­on. Abends wurde zusammen gekocht oder an den Strand gegangen, wir frühstückten jeden Morgen miteinander und verbrachten eine sehr schöne Woche, die jedem von uns in Erinnerung geblieben ist.

In meinem letzten Schuljahr kam die Wahl des Studienfaches und -ortes auf. Durch die Auf­enthalte in Frankreich und die Teilnahme am Französisch-Leistungskurs fiel meine Wahl sehr schnell auf Frankreich. Ich entschied mich für Strasbourg, da ich einen großen Freundes­kreis durch den Austausch in der 9. Klasse hatte, der mich bei dieser Entscheidung unterstützte.

Momentan studiere ich nun im 5. Semester „arts visuels/design option stylisme“ in Stras­bourg und erinnere mich gern an die Schulzeit (und insbesondere meinen Französischunter­richt) zurück, ohne die ich mich sicherlich nicht für ein Studium in Frankreich beworben hätte.

Bericht einer Droste-Schülerin

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