Apps und 3-D-Drucker, ein Picknick in der Burgruine und viele neue Freunde

Ein Tagebuch unseres ersten Erasmus+ Schülertreffens in Frankreich

Ein wichtiger Teil des Erasmus-Projekts sind die gemeinsamen Treffen der Partner, um die bisherigen Arbeitsergebnisse auszutauschen und über die weiteren Pläne zu diskutieren.
Anfang März 2017 war es endlich soweit: Unser erstes Meeting sollte in Montbrison in Frankreich stattfinden. Montbrison ist eine kleine französische Gemeinde westlich von Lyon im Département Loire in Karte 1der Region Auvergne-Rhône-Alpes mit ca. 16000 Einwohnern.

Wir (Das sind übrigens die Schüler Karlotta, Takashi, Sofus, Caio, Henri und Miro aus den Wahlpflichtkursen  „Physik“ und „Politik“ in den 10.Klassen und unsere Lehrer Frau Schiehan (Politikwissenschaft) und Herr Altenkirch (Physik)) trafen uns am Dienstag, den 7. März 2017, am frühen Vormittag auf dem Berliner Hauptbahnhof und fuhren dann mit dem ICE von Berlin nach Mannheim und von dort mit dem TGV nach Lyon. Dort holten uns die französischen Lehrer Stéphane und Frédéric gegen 20 Uhr mit dem Bus ab. Wir fuhren zum Flughafen, wo wir gemeinsam mit den italienischen Schülern auf die Dänen warteten, die als Letzte mit dem Flugzeug ankamen. Schon während des Wartens konnten wir Kontakte zu den Italienern knüpfen, die sehr nett waren. Dann fuhren wir alle zusammen nach Montbrison, wo wir gegen Mitternacht ankamen und von unseren Gasteltern in Empfang genommen wurden.

BahnhofAm Mittwoch, den 8.März 2017, wurden wir um 8.00Uhr in der Mensa des Lycée de Beauregard in Montbrison von der Schulleitung willkommen geheißen. Anschließend hatten wir ein gemeinsames Frühstück und

haben die Schule besichtigt, die sehr groß und modern ist. Den restlichen Vormittag haben wir im Amphitheater unsere Präsentationen gehalten. Dabei haben wir den anderen Teams unsere Schule und unser Team in einem kleinen Video achtminütigen Video vorgestellt und erklärt, welche Themen wir im Rahmen unseres Erasmus+-Projekts bearbeiten und Arbeit PCwie wir das organisieren wollen. Nach dem Mittagessen nahmen wir an einer offenen Musikstunde des Chors teil Präsentationund dann ging es mit den Präsentationen weiter. Dabei haben wir viel über unsere Partner gelernt und es war ein guter Test für unsere Englischkenntnisse. Ab 15.00Uhr waren wir dann im technischen Bereich der Schule und haben in zwei verschiedenen Gruppen in den Computerräumen gelernt, wie man eine Android-App programmiert beziehungsweise wie man mit einem 3-D-Drucker arbeitet. Das war sehr spannend, weil wir so etwas alle vorher noch nie gemacht haben. Und die gedruckten Erasmus+Schlüsselanhänger konnten wir auch behalten. Super war auch, dass wir in gemischten Gruppen (je ein Franzose, Däne, Italiener und Deutscher) gearbeitet haben. Um 17.00Uhr sind wir dann mit unseren französischen Partnern nach Hause gefahren und hatten Freizeit, während die Lehrer sich abends noch in Montbrison zum Essen getroffen haben, um über die künftigen Projektziele, aber auch über die aktuelle europäische Politik und natürlich auch Privates zu diskutieren.

Am nächsten Morgen, es war Donnerstag, der 9.März 2017, haben wir in der jeweils anderen Gruppe die Arbeit fortgesetzt. Auch unsere Lehrer haben eifrig mitgemacht. Danach haben wir über das Logo für unser Projekt abgestimmt. Es gab mehrere sehr gute Vorschläge  und gewonnen hat der französische Entwurf – ein Baum als Symbol für grüne Energie und Europa als gemeinsame Wurzel und den Fahnen der beteiligten Länder als Blätter des Baumes. BürgermeisterUm 12.00Uhr gingen wir hinüber ins Rathaus von Montbrison. Hier gab der Bürgermeister einen Empfang für uns und hielt eine Rede über Europa, Erasmus und die Jugend. Sogar die Presse war dabei und so konnten wir am nächsten Morgen unser Bild und die Story über unser Projekt in der Zeitung lesen. Nach dem Mittagessen in der Mensa, was übrigens sehr lecker und mit großer Auswahl war, spazierten wir ein wenig durch Montbrison und gingen Eis essen (Das Wetter war wirklich toll – ein wunderschöner warmer Frühlingstag.), während die Lehrer noch ein Planungstreffen für die Arbeit bis zum nächsten Treffen in Roskilde abhielten.

Und schon war es Freitag, der 10.März 2017 – letzter gemeinsamer Tag für dieses Treffen. Kurz nach acht Uhr fuhren wir ins benachbarte Saint-Etienne. Dort besichtigten wir «la biennale du Design» : http://www.biennale-design.com. Dort ging es darum, wie die Industrie und die Wirtschaft die Kultur und das Design beeinflussen. Studenten führten uns durch die Hallen einer ehemaligen Rüstungsfabrik und erklärten uns die Exponate und ihre Bedeutung, von futuristischen Solaranlagen bis zum längsten Toaster der Welt. Nach der zweistündigen Besichtigungstour fuhren wir weiter über schmale Bergstraßen zu einer wunderschönen Burgruine, zu deren Füßen ein Loire-Stausee lag. Ruine1Hier machten wir ein Picknick im ehemaligen Burghof und genossen die Aussicht, die französischen Spezialitäten, die unsere Gasteltern für uns eingepackt hatten, und natürlich das herrliche Wetter. Am besten war der Blick von der Burgmauer, die von uns todesmutig erklettert wurde. Leider mussten wir nach einer Stunde schon wieder weiter, denn jetzt stand der Abstieg in das Loire Tal an. Dort wollten wir ein Stauwasserkraftwerk besichtigen. Nach einer 45-minütigen Wanderung erreichten wir den Staudamm von Grangent. Dort führten uns zwei Ingenieure durch das Wasserkraftwerk und erklärten uns seine Funktion sowie die Bedeutung dieser erneuerbaren Energie für die französische Stromversorgung,Grangent Für uns war das besonders spannend, denn wir hatten erst in der Vorwoche im Wahlpflichtunterricht Physik als Thema „Wasserkraftwerke“ und konnten nun die Pelton- und Kaplan-Turbinen live im Einsatz sehen. Voll von Eindrücken kamen wir kurz nach 17.00Uhr wieder im Montbrison an und fuhren zu unseren Gastfamilien.

Berlin ist – jedenfalls zu moderaten Preisen – an einem Sonnabend von Lyon aus weder mit der Bahn noch mit dem Flugzeug zu erreichen. Daher hatten wir beschlossen, noch nicht am Sonnabend, den 11.März 2017, abzureisen, sondern erst einen Tag später. Also fuhren wir mit dem Bus die Italiener und Dänen zum Flughafen Saint-Exupery und verabschiedeten uns dort. Wir fuhren weiter in die Innenstadt von Lyon. Da Frau Schiehan und Herr Altenkirch schon hier waren, konnten sie uns durch die Stadt führen. Lyon 2Für Hintergrundinformationen hatten wir einen Stadtführer und Wikipedia dabei. Mit der Standseilbahn fuhren wir hinauf zur Kathedrale und hatten einen tollen Blick über die Stadt zwischen Saone und Rhone. Dann durchstreiften wir die Altstadt mit den vielen pittoresken Gässchen und Hinterhöfen und gönnten uns ein richtiges französisches Drei-Gänge-Menü mit Lyoner Spezialitäten. Einfach unglaublich, wie viele Menschen an diesem Tag in der Stadt unterwegs waren; auf den Brücken herrschte ein richtiges Gedränge. Interessanterweise ist Lyon stellenweise auch von sehr moderner Architektur geprägt. Unsere Zeit reichte nicht, um auch nur einen groben Überblick über die vielen Facetten dieser Stadt zu bekommen. An späten Nachmittag ging es zum Bahnhof und von dort mit einer Art Regionalexpress über Saint-Etienne nach Montbrison.

Am nächsten Morgen, es war Sonntag, der 12.März 2017, sammelten uns Fred und Stephane um 4.00Uhr morgens ein und brachten uns zum Flughafen nach Lyon. Um 10.00Uhr sind wir alle wohlbehalten, aber sehr müde, in Schönefeld angekommen. Mit uns im Gepäck waren jede Menge schöner Erinnerungen an neue Freunde in Europa. Wir freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen.

Au revoir! - På gensyn! - Arrivederci!SXF

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