Das Fach "Darstellendes Spiel" ist seit über zwei Jahrzehnten in der Berliner Schule fest etabliert. Es handelt vom Theater-Machen mit den Mitteln, über die die Schüler bereits verfügen, sowie denen, die sie im Verlaufe des Unterrichtes erwerben können, sollen und werden - eine Beschränkung sozusagen in der Breite, nicht jedoch in der Tiefe.

Dieses Fach wird in der 10. Klasse als Arbeitsgemeinschaft und Voraussetzung für die Kurswahl und in allen vier Semestern der gymnasialen Oberstufe als Grundkurs angeboten. Dort kann es die Belegverpflichtung in den künstlerischen Fächern (zwei Kurse) - anstelle der Fächer Musik oder Bildende Kunst - und voll in die Gesamtqualifikation eingebracht werden. Prüfungsfach im Abitur kann es nicht sein, jedoch als fünfte Prüfungskomponente gewählt werden.
Alle Arbeit ist aufführungsorientiert, wie es sich im Theater gehört.

An der Droste-Hülshoff-Schule laufen zur Zeit drei Theaterprojekte der AG für die 10. Klassen, des 11. Jahrganges und des 12. Jahrganges - alle von durchaus unterschiedlichem Charakter.

Probenkeller im Untergeschoss des Erweiterungsbaus als Unterrichtsraum

Nachdem die Schülerschaft beschlossen hatte, ihr gesamtes in mehreren Jahren angesammeltes "Putzgeld" in den Ausbau eines großen, aber zu niedrigen Kellerraumes zu stecken, um ihn als Fachraum für das Fach "Darstellendes Spiel" herrichten zu lassen, konnte dort die Einrichtung einer Probebühne mit Übungsfläche in Angriff genommen werden.

Dazu mußte zunächst der Boden teilweise abgesenkt werden, so dass der verbleibende Rest als erhöhte Spielfläche genutzt werden kann, dann war durch Einbau einer neuen Treppe, zusätzlicher Fenster und Türen, sowie einer Trennwand den bauaufsichtlichen Auflagen zu genügen.

Unter tatkräftiger Mitwirkung der Eltern bei der architektonischen Planung, der elektrischen Ausstattung, dem Nähen von Vorhängen usw. , der Schüler beim Malerarbeiten und des Hausmeisters beim Verlegen der Teppiche und bei weiteren Installationsarbeiten ist dieser Fachraum nun fast vollendet. Saal- und Arbeitslicht sind noch nicht getrennt, die Teppichkanten müssen noch gesichert werden, einige Zwischenvorhänge fehlen noch und die ganze Vorbühnenbeleuchtung muß noch hergestellt werden, aber man kann schon proben, denn Lichtanlage, Ton und die wichtigsten Vorhänge sind vorhanden.

Insgesamt sieht alles aus, wie ein kleines Kellertheater, jedoch ist der Raum durchaus flexibler zu nutzen. Eine Arenabühne , eine Laufstegbühne, eine Umlaufbühne .... all dies lässt sich mit relativ geringen Umbauten verwirklichen.

Unterricht in DS

Da im Darstellenden Spiel die Schüler, wie in keinem anderen Fach, ihre gesamte Persönlichkeit einbringen, müsste eine Darstellung der Ziele und des Nutzens des Faches sehr viel komplexer ausfallen, als es hier möglich ist. Andeutungsweise kann dazu Folgendes gesagt werden:

  • Das Selbstvertrauen, die Selbstsicherheit, die Kommunikationsfähigkeit und die soziale Kompetenz der Schüler insgesamt werden gestärkt.
  • Selbständiges Handeln in einem akzeptierten Rahmen wird gefördert.
  • Die Schüler erlangen das Bewusstsein dafür, dass die Unzuverlässigkeit des Einzelnen das Vorhaben der Gruppe zum Scheitern bringen kann.
  • Sie lernen, eine Rolle zu finden, anzunehmen und auszugestalten - auch im sozialen Sinne.
  • Oft wird eine verblüffende Verbesserung des sprachlichen Ausdruckes und seiner Deutlichkeit, immer eine Verstärkung des Raum-, Zeit- und Bewegungsbewusstseins erreicht.

Deutlicher zu erkennen, dass das eigene Verhalten und Handeln immer Wirkungen zeitigen und nicht in dem Sinne Privatsache sind, dass sie vor der - auch wertenden - Wahrnehmung der anderen versteckt werden können, ist sicher hilfreich. Schließlich wird natürlich ein Beitrag zur ästhetischen Bildung geleistet.

Auch die Lerninhalte können hier längst nicht vollständig aufgezählt werden:

10. Klasse

  • Übungs- und Improvisationsformen
  • Finden und Erproben einer Figur
  • Schulung der Ausdrucksmittel des Spielers
  • Deutlichkeit des Ausdrucks
  • Raum und Bild, Zeit und Tempo
  • Distanz und Nähe, Kontakt und Beziehung


Kursphase: 

  • Untersuchung der Wirkungsmöglichkeiten der Darstellungsmittel
  • Bühnenformen
  • Beleuchtung, Maske und Kostüm
  • Der exemplarische Charakter des theatralen Darstellens
  • Darstellung als Gestaltung
  • Darstellung als Form des Interpretierens
  • Verständnis für szenische Zusammenhänge

... in unterschiedlichen Projekten 

 

Herr Bergan (DS-Lehrer a.D.) 

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